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9. Oktober 2017 Aus Bayern/Das muss drin sein/Landesvorstand/MDB-SF/TH-Gewerkschaften/Top

Solidarität mit den streikenden Kolleg*innen in der Pflege

Zu den bevorstehenden Warnstreiks der Beschäftigten des Klinikum Augsburg und der Kreisklinik Günzburg–Krumbach erklärt die neugewählte Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl: „Ich habe großen Respekt vor den Beschäftigten, die aktuell nicht etwa für mehr Lohn, sondern für mehr Kolleginnen und Kollegen kämpfen. Sie haben vollkommen recht, wenn sie... Mehr...

 
 

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31. Januar 2017

Autobahnraststätte Augsburg Ost: Gekündigte Servicekraft kehrt zurück

Mit Sekt und Luftballons hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Servicekraft an der Autobahnrastsätte Augsburg Ost an ihrem Arbeitsplatz empfangen - es gab Grund zu feiern.
Tank & Rast hatte sie vor einem dreiviertel Jahr mittels Verdachtskündigung gefeuert. Der Vorwurf: Sie habe angeblich Toiletten-Wert-Bons in Höhe von 6 Euro unterschlagen. Kurz vor dem Gerichtstermin wurde die Kündigung zurückgezogen. Durchhaltewillen, öffentlicher Druck und Solidarität ließen Tank & Rast einknicken.

Unter den GratulantInnen war auch Susanne Ferschl, Mitglied im bayerischen Landesvorstand DIE LINKE. Ferschl zum Thema Verdachtskündigung: "Es hat schon seinen guten Grund, warum DIE LINKE. seit langem ein Verbot von Verdachtskündigungen fordert. Die Beweislast muss uneingeschränkt beim Arbeitgeber liegen. Ich freue mich sehr, dass der Kollegin Gerechtigkeit widerfahren ist, gratuliere ihr zu ihrem Mut und wünsche alles Gute!"

Von Seiten der katholischen Arbeitbehmerbewegung (KAB) und der Betriebseelsorge wurde eine Arbeitsplatzpatenschaft für die Servicekraft übernommen. Die Erwartung ist nun, dass auch der Betriebsleiter der Raststätte ihre Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützt.

Tank & Rast ist trotz ihrer Monopol-Stellung laut Presseberichten mit 2,1 Milliarden Euro verschuldet. Seit der Privatisierung im Jahr 1998 wurde das Unternehmen von einem Investor zum nächsten weitergereicht. Das Geschäftsmodell der Investoren: Das Unternehmen auf Pump kaufen, ihm dann die Schulden aufhalsen und sich nach kurzer Zeit mit stattlichem Gewinn aus dem Staub machen.

„Die Privatisierung war ein großer Fehler", ist Ferschl überzeugt. „Die Zeche zahlen die Reisenden, die für jeden Toilettengang zur Kasse gebeten werden, sowie die Beschäftigten. Grade in Hinblick auf die aktuelle Debatte um die Privatisierung der Autobahnen bestärkt uns das in unserem NEIN zu jeglicher Privatisierung."