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17. Februar 2017

Günstiger Wohnraum in Vororten: Gribl will Geringsverdiener aus der Stadt treiben

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl in der Augsburger Allgemeinen zurecht, dass bezahlbarer Wohnraum in Augsburg fehlt. Seine berechtigte Forderung: Auch der Polizist und die Krankenschwester müssten in der Lage sein, sich in der Region eine Wohnung zu leisten. Als Schuldige hat der Oberbürgermeister die Umlandgemeinden erkannt. Diese würden nur Einfamilienhaussiedlungen für Besserverdiener bauen, während es in Augsburg kaum noch Bebauungsflächen gebe. „Das ist verlogen und scheinheilig!“, kommentiert die Augsburger LINKE Gribls Vorstoß. Bundestagskandidat Frederik Hintermayr: „In der gesamten Stadt werden Luxuswohnungen gebaut, die sich kein Normalverdiener leisten kann. Vor Kurzem noch warb die zweite Bürgermeistern der Stadt, Eva Weber gar in München für Zuzug nach Augsburg. Jetzt die Umlandgemeinden für fehlenden Wohnraum verantwortlich zu machen, ist politisches Kalkül.“ Für Hintermayr ist offensichtlich, dass Geringverdiener aus der Stadt verdrängt werden sollen. Preiswerter Wohnraum müsse jedoch dort entstehen, wo die Menschen arbeiten und leben, nicht im Umland.

CSU-Oberbürgermeister Gribl ist unfähig, für ausreichend bezahlbaren Wohnraum in Augsburg zu sorgen. DIE LINKE hingegen hat Konzepte: Augsburg braucht mehr Sozialwohnungen mit 5 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Den bezahlbaren Wohnraum muss die Stadt Augsburg erwerben oder durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft WBG bauen lassen. DIE LINKE.Augsburg fordert 1000 zusätzliche Sozialwohnungen pro Jahr. Für das Programm sollen jährlich mindestens 5 Millionen Euro im Haushalt für 10 Jahre eingestellt werden. In 10 Jahren hätte Augsburg dann grade mal den Bestand an Sozialwohnungen von 1994 erreicht.