Meldungen

19. April 2018 Aus Bayern/BEZ-MFR/BEZ-SWA/Bezirkstag Mittelfranken/Bezirkstag Schwaben/Top

Psychisch-Kranken-Stigmatisierungs-Gesetz

Nach wie vor ist Bayern trauriger Spitzenreiter in Sachen psychiatrischer Zwangseinweisungen in Deutschland. So werden in Bayern jährlich rund 55.000 Personen zwangsuntergebracht. Gemessen an der Bevölkerungszahl sind das prozentual etwa doppelt so viele wie im Nachbarbundesland Baden-Württemberg. Seit über 20 Jahren, kämpfen Betroffene und... Mehr...

 
 

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3. April 2018

Tag der Gesundheit: Zustände in der Pflege machen krank!

Am 7. April ist Tag der Gesundheit. Bezirksrat Frederik Hintermayr, Kreisvorsitzender der LINEN in Augsburg dazu: „Soziale Ungleichheit macht krank. Die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland befeuert die soziale Spaltung der Gesellschaft. Vor allem Menschen, die dauerhaft pflegebedürftig sind, leiden unter einer Politik, die Gesundheit und Pflege als öffentliche Aufgabe vernachlässigt und Angehörige und Beschäftigte im Stich lässt. In einem der reichsten Länder der Welt herrscht Pflegenotstand. Wir brauchen 100.000 Kräfte mehr in den Krankenhäusern und eine verbindliche Mindestpersonalregelung, um menschenwürdig pflegen zu können.

Die Zustände in der Pflege machen damit nich nur PatientInnen krank, sondern auch die bundesweit über 1,2 Millionen Pflegenden. Die GroKo hat angekündigt, 8000 Stellen in der medizinischen Behandlungspflege zu schaffen -  das ist weniger als eine zusätzliche Pflegekraft pro Einrichtung und damit ein Tropfen auf den heißen Stein, der zu keiner spürbaren Entlastung führen wird.Pflege ist im wahrsten Sinne des Wortes „Daseinsvorsorge“ – um für die Menschen da sein zu können, müssen die Arbeitsbedingungen besser werden und die Arbeit anständig bezahlt. Bundesweit werden immer mehr Krankenhäuser geschlossen oder privatisiert, zahlreiche Pflegeeinrichtungen befinden sich in nicht tarifgebundener Trägerschaft, Lohndumping ist an der Tagesordnung: Wettbewerbsfähigkeit und Profite von privaten Konzernen sind der GroKo aber offenbar wichtiger als die Menschenwürde.